Entlastung für pflegende Angehörige

"Von der Arbeit der mofa bin ich sehr überzeugt.
Die Pflege ist hervorragend"

Christa Temme pflegt als Angehörige seit 20 Jahren Menschen ihrer Familie, zunächst ihren Vater, später ihren schwer an Asthma erkrankten Mann, der vor dreieinhalb Jahren verstarb. Danach übernahm sie die Pflege ihrer kranken Schwiegermutter bis zu ihrem Tod im April 2006. Seitdem kümmert sie sich um ihren 92-jährigen Schwiegervater. Eine aufopferungsvolle Rolle und lang währende „Pflegekarriere", die viel Zeit und viel Kraft kostete.

Seit Oktober 2005 kommt die mofa regelmäßig und unterstützt die 67-Jährige bei der Pflege.

Wie oft kommt die mofa zu Ihnen?

C.T.: Täglich morgens und abends und, falls ich Besorgungen mache oder mir etwas vornehme, auch mittags und nachmittags. Die PflegerInnen waschen meinen Schwiegervater, kleiden ihn an, geben ihm zu trinken, wickeln seine Beine, erledigen einfach alles, was zur klassischen Pflege dazu gehört.

Wie sieht ihr Pflegealltag aus?

C.T.: Morgens frühstücke ich in der Regel mit meinem Schwiegervater, vormittags bereite ich dann in meiner Wohnung das Mittagessen vor und bringe es hoch zu ihm. Dann essen wir gemeinsam, später am Nachmittag trinken wir Kaffee, plaudern und abends bringe ich meinen Schwiegervater zu Bett. Ich bin meinem Schwiegervater da behilflich, wo er mich braucht.

Bleibt da noch genügend Zeit für Sie?

C.T.: Natürlich ist der Alltag hauptsächlich durch die Pflege bestimmt. Das zehrt natürlich auch an meinen Kräften. Mein Schwiegervater ist zwar herzensgut, aber auch anstrengend, wenn er Schmerzen hat. Ich habe Verständnis dafür. Für ihn ist es bestimmt manchmal unangenehm von seiner Schwiegertochter gepflegt zu werden. Die mofa ist uns beiden dabei eine echte Stütze. Die PflegerInnen müssen ganz schön was aushalten.

Was schätzen Sie besonders an der mofa und ihren MitarbeiterInnen?

C.T.: Die Pflege der mofa ist nicht nur 100-prozentig, sie ist 500-prozentig. Was Besseres als die mofa konnte uns beiden wirklich gar nicht passieren. Mich entlastet das enorm und ich empfinde es für mich und auch für meinen Schwiegervater als sehr positiv, dass immer dieselben Bezugspfleger kommen. Und die mofa-MitarbeiterInnen bestärken mich immer wieder darin, etwas für mich zu tun. Die freuen sich richtig, wenn ich mal etwas unternehme und sie dann für mich einspringen können.

Was wünschen Sie sich?

C.T.: Ich sehne mich danach einfach mal spontan in der Stadt bummeln oder essen zu gehen. Ich bin froh, dass ich viele Freunde habe, die mich besuchen und mir zur Seite stehen.